Registrierung nicht in den Niederlanden zugelassenen Fahrzeugen

Nicht in den Niederlanden zugelassene Fahrzeuge müssen ab dem 1. März bei der niederländischen Fahrzeugzulassungsbehörde (RDW) registriert sein, bevor Sie eine Sondergenehmigung für Sondertransporte beantragen können. Die Registrierung nicht in den Niederlanden zugelassener Fahrzeuge ist ab dem 7. Juli 2014 möglich. Die Registrierung eines Fahrzeug erfolgt einmalig. Die Fahrzeugdaten können nach der Registrierung für jeden neuen Sondergenehmigungsantrag verwendet werden. Sie müssen bei zukünftigen Anträgen lediglich die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) angeben. Da die Fahrzeugdaten bereits beim RDW hinterlegt sind, können zukünftige Sondergenehmigungen schneller erteilt werden.

Registrierung eines Fahrzeug mit einer FIN

Die Registrierung eines Fahrzeugs mit einer FIN ist ab dem 7. Juli 2014 mit dem Registrierungsformular des RDW möglich. Diese Fahrzeuge werden auf Basis der FIN registriert und nicht mehr anhand des Kennzeichens. Dieses Formular können Sie unter [email protected] anfordern.

Registrierung von Fahrzeugkombinationen

Modular Fahrzeuge werden nicht anhand der FIN der Einzelfahzeuge registriert. Eine Modular Fahrzeuge besteht aus mehreren Einzelfahrzeugen, von denen jedes über eine eigene FIN verfügt. Ab dem 1. März 2015 benötigen Sie für Modular Fahrzeuge ein SERT-Dokument, bevor Sie beim RDW eine Sonderenehmigung für Sondertransporte beantragen können. Ein SERT-Dokument ist ein technisches Dokument für gezogene Arbeitsgeräte. Darin sind alle technischen Daten und Kombinationsmöglichkeiten des modular Fahrzeugs aufgeführt. Ein SERT-Dokument erhalten Sie beim Fahrzeughersteller.

Sondergenehmigungen bis maximal 100.000 kg

Wenn ein nicht in den Niederlanden angemeldetes Fahrzeug beim RDW registriert ist und bestimmte Anforderungen erfüllt, erhält es eine Sondergenehmigung bis maximal 100.000 kg. Die folgenden Fahrzeugkombinationen kommen für eine Sondergenehmigung mit einem maximalen zulässigen Gesamtgewicht bis 100.000 kg in Frage.

  • anhänger( nicht Sattelnhänger) mit mindestens vier Achsen;
  • Sattelanhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mindestens 42.000 kg und mit mindestens drei durchgängigen Achsen oder zwei Pendelachsen;
  • Pendelachsen dürfen bei einer Jahressondergenehmigung bis 100.000 kg höchstens 12.000 kg betragen.

Das ziehende und gezogene Fahrzeug müssen die folgenden Bedingungen erfüllen, um eine Sondergenehmigung in einer Kombination mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 100.000 kg zu erhalten:

  • Das Zugfahrzeug muss für eine Kombination von über 50.000 kg geeignet sein. Dies muss bei einer Jahressondergenehmigung nur anhand einer vom RDW erteilten Bescheinigung für das Zugfahrzeug nachgewiesen werden. Die Bescheinigung muss bei einer Fahrzeugkontrolle vorgezeigt werden;
  • Die Motorleistung des Zugfahrzeugs muss mindestens 2,94 kW/t betragen;
  • Die Achslast der angetriebenen Achsen muss mindestens 1/5 der Kombination bis maximal 10 t pro Achse betragen.

Für das Zugfahrzeug ist es mit einer Sondergenehmigung bis 100.000 kg möglich, die Achslasten der durchgängigen Achsen von 9.000 kg auf 10.000 kg zu erhöhen. Sie müssen dazu mit einem SERT-Dokument nachweisen, dass das Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h hierzu geeignet ist. Das SERT-Dokument müssen Sie mit sich führen und auf Verlangen vorzeigen.

Ein SERT-Dokument erhalten Sie beim Fahrzeughersteller.

Die vollständigen Vorschriften sind in der Anlage der Jahressondergenehmigung unter besonderen Vorschriften Fahrzeugkonfiguration A und D beschrieben.