Diesem Artikel können Sie entnehmen, wie Sie einen (bewachten) Übergang am besten überqueren.

Bedingungen für das sichere Überqueren eines automatischen Bahnübergangs mit Schranken, bei dem der herannahende Zug den Bahnübergang aktiviert (Halbschranken)*

Wenn Sie sich einer Halbschranke nähern und ein Zug nähert sich, erfolgt ein Standard-Programm:

  1. Die roten Lichter brennen 5 Sekunden lang und es ertönt ein Klingeln.
  2. Während der nächsten 12 Sekunden werden die Schranken heruntergelassen, sodass sie den halben Weg absperren.

Einige wichtige Bedingungen für eine sichere Überquerung sind:

  1. Überprüfen Sie immer erst, ob es möglich ist, eine Alternativstrecke ohne Bahnübergänge zu nutzen.
  2. Beantragen Sie im Falle von Sondertransporten eine Sondergenehmigung bei RDW.
  3. Warten Sie, bis das rote Licht erloschen ist; es kann noch ein Zug vorbeifahren.
  4. Versuchen Sie nicht, den Bahnübergang aus dem Stillstand, sondern aus der Bewegung heraus zu überqueren.
  5. Wenn Sie maximal 15 Sekunden benötigen, um mit der kompletten LKW-Kombination das letzte Gleis zu passieren, ist eine sichere Überquerung gewährleistet. Es darf dann noch kein Zug anwesend sein. Achten Sie dabei auf Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinträchtigen können, wie beispielsweise ein kleiner Kurvenradius an der gegenüberliegenden Seite des Bahnübergangs.
  6. Das Herunterlassen der Schranke wird bei einer standardmäßigen Halbschranke nach 5 Sekunden veranlasst. Diese kann den LKW treffen und beschädigen. • Eine Bahnübergangschranke ist so konstruiert, dass sie bei ausreichenden Querkräften kontrolliert bricht.  Bei einer Konfliktsituation ist es besser, dass eine Schranke bricht, als dass Sie den Zusammenstoß mit einem Zug riskieren. Jedes Kraftfahrzeug ist stark genug, um den Widerstand einer Schranke zu überwinden.
  7. Es ist nicht zulässig, einen Bahnübergang mit Stahlketten zu überqueren.
  8. Wenn der Transport über eine geringe Bodenfreiheit verfügt (Tieflader), kann das bei manchen Bahnübergängen zu Problemen führen. Solche Übergänge stehen auf Externe linkdie deze link opent in een nieuw vensterDigitale Strassenkarte Sondergenehnigungen (DWO).
  9. Sollte es Ihnen angesichts eines herannahenden Zuges oder aufgrund von Schranken, die geschlossen werden, nicht möglich sein, den Bahnübergang innerhalb von 15 Sekunden zu räumen, ist es notwendig, dass Sie sich zeitnah deze link opent in een nieuw venstermit ProRail in Verbindung setzen. ProRail kann dann Maßnahmen ergreifen, um diesen Transport zu ermöglichen. Bitte beachten Sie, dass abhängig von den zu treffenden Maßnahmen eine gewisse Vorbereitungszeit benötigt wird. Es ist nicht möglich, sofort in den Zugverkehr einzugreifen.
  10. Für nicht aktiv gesicherte Bahnübergänge ist es ebenfalls von Belang, dass Sie vorab prüfen, ob der Bahnübergang innerhalb von 15 Sekunden geräumt werden kann.

Vorstehende Richtlinien gelten auch für:

  • Fahrzeuge, die Teil von Veranstaltungen sind (Umzüge anlässlich Karneval, Blumenkorso etc.);
  • Arbeitsfahrzeuge;
  • Transporte über nicht öffentliche Bahnübergänge;
  • Hafen- und Industrielinien
  • Bahnübergänge, die lediglich mit Lichtsignalen ausgestattet sind;
  • Übergänge, vor denen der Zug zum Stillstand kommt und erst weiterfahren darf, wenn diese aktiviert sind.

Nicht aktiv gesicherte Bahnübergänge

Auf sehr wenig befahrenen Straßen gibt es auch ungesicherte Bahnübergänge. Der Verkehrsteilnehmer muss dann selbst prüfen, ob sich ein Zug nähert. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, solche Bahnübergänge mit Sondertransportfahrzeugen zu passieren.

Bahnübergänge, die für Tieflader aufgrund geringer Bodenfreiheit problematisch sind

Eine Liste der Bahnübergänge, die für Tieflader aufgrund geringer Bodenfreiheit problematisch sind, finden Sie auf der sog. Digitalen Straßenkarte Befreiungen (Digitale Wegenkaart Ontheffingen, „DWO“):

  1. Öffnen Sie die deze link opent in een nieuw vensterDWO.
  2. Zoomen Sie den Bahnübergang heran, zu dem Sie Informationen wünschen.
  3. Setzen Sie ein Häkchen bei „Bahnübergang“. Auf der Karte werden die Bahnübergänge als blaue Punkte angezeigt.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Bahnübergang und anschließend auf „Details anzeigen“.
  5. In dem Fenster, das sich öffnet, finden Sie unter „Einzelheiten Bahnübergang“ die Daten zur Bodenfreiheit, die der Tieflader benötigt. Dabei sind folgende Daten wichtig:
    - Achsabstände Tieflader: die Angabe, wie viele Meter zwischen der Mitte der letzten Achse vor dem Tiefladerbett bis zur Mitte der ersten Achse hinter dem Tiefladerbett liegen;
    - die zugehörige erforderliche Bodenfreiheit: die Angabe, wie viele Zentimeter der Freiraum zwischen Straßendecke und der Unterseite des Tiefladerbetts mindestens betragen muss.  

Achtung: In der DWO finden Sie auch Bahnübergänge, die für Tieflader kein Problem darstellen und die eine Genehmigung für besonders lange und schwere Lastzüge (Rotphasenverlängerung) besitzen.